April 23, 2008...11:27
Nachtigall…
… ick hör dir trampeln. Da ist es mit trapsen nicht mehr getan! Die Nürnberger Zeitung berichtet in frappierender Offenheit von etwas, dass sie “Intrigantenstadel” nennt.
Intrigantenstadl. So so.
Dieser Artikel berichtet vom “Brodeln hinter den Kulissen” der Zukunft des Nürnberger Basketballs. Als ob die Zukunft nicht schon düster genug wäre.
Im ebenfalls in der NZ erschienenen Artikel vom 21.April wird Brose Baskets-Manager und Dimplex Falke-Geschäftsführer Wolfgang Heyder mit den Worten
«Grundsätzlich stellt er [Stephan Harlander] sich selbst doch zur Disposition»
zitiert. Weiter im Artikel:
[Stephan Harlanders] Vertrag mit «Franken 1st» läuft zwar noch bis Juni 2009, doch nachdem er vor wenigen Wochen angedeutet hatte, lediglich mit einer konkurrenzfähigen Mannschaft in der Pro B antreten zu wollen, könnten die Zeichen auf Abschied stehen.
Das könnte so weit nachvollziehbar sein; ein Trainer, der nunmehr drei mal in Folge abgestiegen ist, will endlich ein konkurrenzfähiges Team haben. Im gestrigen Intrigantenstadel-Artikel aber liest sich das plötzlich ganz anders.
Heyder hatte in einem NZ-Artikel die Zukunft von Trainer Stephan Harlander in Frage gestellt: «Er stellt sich doch selbst zur Disposition.» Davon könne aber keine Rede sein, meinte Harlander am Dienstag auf NZ-Anfrage. «Das ist völlig falsch», korrigierte der 38-Jährige die Aussage Heyders: «Ich stehe mit ganzem Herzen als Trainer für eine junge Nürnberger Mannschaft in der Pro B zur Verfügung», bekräftigte Harlander
Hat sich die NZ da was aus den Fingern gesogen, oder reden da ein paar Leute (Heyder/Harlander) mächtig aneinander vorbei? Was ist wohl wahrscheinlicher?
Interessant hierbei ist die Aussage aus dem Spielbericht der NZ vom 21.April:
Geschäftsführer Wolfgang Heyder sagte bereits vor einigen Wochen «ja« zum Standort Nürnberg. Das Haltbarkeitsdatum dieser Aussage wird zu überprüfen sein.
Was weiß oder vermutet die Nürnberger Zeitung, was andere nicht wissen, nicht vermuten oder gar sich nicht zu sagen trauen?
Noch ein letztes mal zum Intrigantenstadel-Artikel:
Hintergrund der Aussage Heyders könnten Grabenkämpfe innerhalb von «Franken 1st» sein. Die Vermutung liegt nahe, dass Heyder die gemeinsame Nachwuchsförderung zwar fortführen will, weil Bamberg mit der Nürnberger Partnerschule des Leistungssports und dem jungen Regionalliga-Team Franken Hexer langfristig den Unterbau sichern will, den Posten des Cheftrainers in Nürnberg aber neu besetzt sehen möchte. Kandidaten dafür gibt es genug [...]
Partnerschule des Leistungssports und Franken Hexer, beides der Verantwortungsbereich des Nürnbergers Alex Krüger.
Nun lassen wir doch mal unserer Fantasie freien Lauf. Franken 1st hat zwei Vereine in ein und derselben Liga, der Pro B. Breitengüßbach und Nürnberg. Der eine Teil der ehemaligen Nürnberger Pro A Mannschaft kam aus Nürnberg, der andere aus Güßbach. Zum Training mussten die Nürnberger nach Güßbach fahren, zum Spiel die Güssis nach Nürnberg. Wäre es aus ökologischer und ökonomischer Sicht nicht durchaus sinnvoll, Güssis und Nürnberger in ihrer jeweiligen Heimat spielen zu lassen und ihnen in der Pro B ebenfalls Trainer aus ihrer Heimat an den Spielfeldrand zu stellen? ![]()
Das Nachrechnen (1+1=?) überlasse ich nun jedem selber. So lange lassen wir die Nachtigall trampeln und harren der Dinge, die da - laut NZ - am Samstag kommen sollen.
Heute Abend bin ich in der JAKO-Arena zum Spiel der Brose Baskets gegen Jena. Vielleicht nimmt mich ja mal jemand behutsam in den Arm und erklärt mir die große Welt.
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